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Erste Schritte in Alphabet und Gebärdensprache
Neue Initiative im Bagrot Tal für benachteiligte KinderDie fünf Schülerinnen und Schüler sind munter und entspannt als wir zu Besuch in die neue Zwergschule im Dorf Farfui kommen. Freudig zeigen sie, was sie bisher gelernt und geschrieben haben. Seit fünf Monaten werden sie von Nabila in einem kleinen Gästezimmer jeden Vormittag unterrichtet. Lehrerin Nabila (20) ist taubstumm. Sie orientiert sich an ihrem eigenen Schulunterricht in einer Förderschule in Karachi. Dort hat sie vor einigen Jahren den Hauptschulabschluss gemacht und wünscht sich nichts sehnlicher als weiter studieren zu können.
Die Fächer der Vorschulklasse stehen auf dem täglichen Unterrichtsprogramm. Schwerpunkt ist das Erlernen der Gebärdensprache. Die Schüler sind zwischen 7 und 12 Jahre alt, drei Jungs und zwei Mädchen. Sie sind taubstumm. Ein Junge leidet unter Spastik, das Sprechen und Schreiben fällt ihm schwer. Nabila ist die Freude am Unterrichten anzusehen. Ob es eine Erfolgsgeschichte wird? Manche äußern skeptisch: „Wozu Schulunterricht für die ‚special children‘ im Tal? Sie sind fleißige Arbeitskräfte im Haushalt und in der Landwirtschaft.“
Der Gedanke ist neu und das Unterrichtsangebot erst wenige Monate alt. Wir sind selbst gespannt, wie sich die Initiative entwickeln wird, die von Spenden der Berufsbildenden Schule der Heinrich-Haus gGmbH in Neuwied und privaten Spendern getragen wird. Die Eltern in Bagrot werden entscheiden. Ich bin zuversichtlich, dass die ehrgeizigen Schulkinder die Skeptiker überzeugen können. |










